TVM150

Trisonischer Windkanal (TVM 150)

Der Hochgeschwindigkeits-Windkanal der Technischen Universität Darmstadt wurde 1974 in Betrieb genommen. Die Bezeichnung TVM150 steht für Trisonischer Windkanal mit variabler Machzahl mit dem Messquerschnitt 150 mm x 150 mm; (Unterschall-,Transschall-, Überschall-Windkanal für 0.5 < Machzahl < 4.4) Die Anlage arbeitet als Hochdruckspeicheranlage intermittierend. Die Druckspeicher werden über eine Kompressoranlage – gekoppelt mit Trockner- und Filtereinheit – aufgeladen. Während der Messung wird dieses Luftvolumen über eine entsprechende Regelung des Vorkammerdrucks expandiert; mit der vorgewählten Kontur der Lavaldüse ergibt sich die gewünschte Machzahl in der Messstrecke. Die Reynoldszahl kann durch einen Betrieb mit erhöhtem Vorkammerdruck im Bereich variiert werden.Kernstück des TVM150 ist die Lavaldüse mit Überschall- und Transschallmessstecke und einer Drosseleinrichtung für den subsonischen Betrieb.

Zur Einstellung der Machzahl im Überschallbereich wird die Düsenkontur geändert; die Kontur wird durch Zwangsverstellung über ein Schraubenspindelpaar an je einem Punkt der oberen und unteren Wandplatte an den semiflexiblen Wänden der Lavaldüse hergestellt. Die Einstellung der Lavaldüse und damit die Veränderung der Machzahl ist während des Versuchs möglich.

Zur Kompensation der Grenzschicht wird die Winkelneigung der Düsenwände im Messbereich der eingestellten Machzahl angepasst.Für den Transschallbereich werden die oberen und unteren Wände der Messstrecke teilweise durch perforierte Platten ersetzt; mit einem regelbaren Bypass-Luftstrom können die Störungen abgesaugt und die Machzahl variiert werden. Eine Modellhalterung mit schrittmotorgesteuerter Verstellung ermöglicht Anstellwinkel von –7° bis 14°. Im Modellstiel können entsprechende Mehrkomponentenwaagen untergebracht werden.