Ice is in the air

2016/01/13

Ice is in the air

Vereisungsbedingungen für Flugzeuge in großer Höhe besser verstehen

Markus Schremb und Daniel Kintea von der TU Darmstadt untersuchen, wie Flugzeuge im Flug vereisen. Mit ihren Experimenten und realitätsnahen mathematischen Modellen sollen Risiken und Kosten minimiert werden.

Experimentieren, um die Flugsicherheit zu erhöhen: Markus Schremb (links) und Daniel Kintea. Bild: Katrin Binner
Experimentieren, um die Flugsicherheit zu erhöhen: Markus Schremb (links) und Daniel Kintea. Bild: Katrin Binner

Als der Air France-Flug 447 in der Nacht zum 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris über dem Atlantik abstürzte und 228 Insassen in den Tod riss, ahnte niemand, dass die Vereisung der Geschwindigkeitssensoren die Katastrophe eingeleitet hatte. Durch die Vereisung hatte sich der Autopilot abgeschaltet und die Flugsteuerung war in einen alternativen Modus übergangen. Anstatt die für diese Situation vorgeschriebene Prozedur einzuleiten, machten die Piloten einen Fehler nach dem anderen.

Dadurch kam es zu einem Strömungsabriss am Tragflügel. Es folgte ein Verlust des Auftriebs und die Maschine stürzte ins Meer. Vereisung ist und bleibt eine ernste Gefahr in der Luftfahrt. Daher muss jeder neue Flugzeugtyp vor der Zulassung beweisen, dass er auch dann sicher fliegt, wenn sich während des Flugs Eisablagerungen bilden.

Das geschieht in einem aufwendigen Zertifizierungsverfahren. Dafür sind teure Flug- und Windkanalversuche notwendig. „Es gibt weltweit nur eine Handvoll Anlagen, die für solche Tests geeignet sind“, sagt Dr. Ilia Roisman vom Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik an der TU Darmstadt, der zusammen mit Dr. Suad Jakirlic die Arbeiten von Kintea und Schremb an diesem Fachgebiet betreut. Leiter des Fachgebiets ist Professor Cameron Tropea.

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